Kritzelbasics - der Anfang

Aller Anfang ist schwer

Was brauche ich...

....wirklich für den Anfang?

Du möchtest mit einem Bullet Journal anfangen und fragst dich jetzt wahrscheinlich: Was brauche ich dafür eigentlich alles?

Die kurze Antwort: Erstaunlich wenig.

Wenn man sich fertige Bullet Journals im Internet anschaut, sieht das nämlich schnell ganz anders aus. Da liegen Brushpens, Fineliner, Sticker, Washi Tapes, Stempel und ungefähr 38 verschiedene Marker dekorativ neben dem Journal. 😅

Das kann Spaß machen – muss aber überhaupt nicht sein.

Für den Anfang brauchst du eigentlich nur:

  • ein Journal oder Notizbuch
  • einen schwarzen Stift
  • und eine Idee, was du darin festhalten möchtest

Das war's schon.
 

1. Dein Journal

Natürlich brauchst du irgendein Buch, in das du deine Seiten gestalten kannst.

Viele Bullet Journals haben ein Punktraster – das sogenannte Dotted Grid. Die kleinen Punkte helfen dir dabei, Linien zu ziehen, Kästchen einzuteilen und deine Seiten halbwegs gerade aufzubauen, ohne dass das Papier so stark vorgibt, wie deine Seite aussehen soll.

Aber auch hier gilt: Du musst kein spezielles Bullet Journal kaufen.

Du kannst genauso gut ein kariertes, liniertes oder sogar komplett blankes Notizbuch verwenden. Wenn du erstmal ausprobieren möchtest, ob Bullet Journaling überhaupt etwas für dich ist, tut es auch ein günstiges Notizbuch.

Dein erstes Journal muss nicht perfekt sein.

Und Spoiler: Es wird vermutlich sowieso nicht dein letztes sein. 😅


 

2. Ein schwarzer Stift

Wenn ich dir für den Anfang genau einen einzigen Stift geben dürfte, wäre es ein schwarzer Fineliner.

Damit kannst du schreiben, Kästchen zeichnen, Überschriften gestalten, kleine Doodles kritzeln und eigentlich schon ein komplettes Bullet Journal führen. Du brauchst dafür auch nicht sofort fünf verschiedene Strichstärken. Ein ganz normaler schwarzer Fineliner reicht vollkommen. Und falls du gerade keinen hast? 
Dann nimm den schwarzen Stift, der sowieso auf deinem Schreibtisch liegt. Ja. Wirklich. 😂

Du kannst später immer noch ausprobieren, mit welchen Stiften du am liebsten arbeitest.


 

3. Ein bisschen Farbe – wenn du möchtest

Jetzt kommt der Teil, bei dem es gefährlich wird. 😅

Stifte.

Es gibt Brushpens, Marker, Filzstifte, Buntstifte, Gelstifte, Metallicstifte und wahrscheinlich noch ungefähr drölfzig andere Dinge, von denen du bisher gar nicht wusstest, dass du sie unbedingt brauchst. Aber für den Anfang? Such dir vielleicht zwei oder drei Farben aus, die du gerne magst. Damit kannst du Überschriften hervorheben, kleine Flächen ausmalen oder wichtige Termine markieren.
Mehr brauchst du erstmal nicht. Du kannst sogar jeden Monat mit einer kleinen Farbpalette arbeiten. Zum Beispiel Grün und Beige im Herbst oder Rosa und Lavendel im Frühling. 
So wirkt eine Seite schnell schön zusammengestellt, obwohl du nur wenige Stifte benutzt hast.
 

 

4. Bleistift und Radiergummi sind völlig erlaubt!

Ich weiß nicht, wer irgendwann beschlossen hat, dass echte Bullet-Journal-Profis alles direkt mit Fineliner zeichnen müssen.
Ich jedenfalls unterschreibe diese Regel nicht. 😂

Wenn du dir bei einem Layout unsicher bist, zeichne es einfach mit Bleistift vor.

  • Kästchen vorzeichnen.
  • Überschrift platzieren.
  • Abstände ausprobieren.

Und wenn alles passt, gehst du mit deinem schwarzen Stift darüber und radierst den Bleistift anschließend vorsichtig weg.
Gerade am Anfang nimmt das unglaublich viel Druck raus.
 



5. Lineal – praktisch, aber kein Gesetz

Wenn du gerade Linien und ordentliche Kästchen möchtest, ist ein kleines Lineal wirklich praktisch.
Aber auch hier gilt:

  • Du musst nicht alles mit dem Lineal zeichnen.

Eine leicht krumme Linie macht dein Bullet Journal nicht kaputt. Im Gegenteil – genau diese kleinen Unperfektheiten machen es irgendwann zu deinem Journal.
 

 

6. Und was ist mit Washi Tape, Stickern, Brushpens & Co.?

Die machen Spaß! Sehr sogar. 😅 Aber sie sind Extras und keine Grundausstattung.

Wenn du nach ein paar Wochen merkst, dass dir Bullet Journaling richtig Freude macht, kannst du deine Sammlung Stück für Stück 
erweitern. Vielleicht möchtest du irgendwann Brush Lettering ausprobieren. Dann kaufst du dir ein paar Brushpens.
Du liebst Sticker? Dann kommen eben Sticker dazu.
Du möchtest deine Seiten mit Washi Tape dekorieren? Wunderbar.

Aber kauf dir die Sachen, weil du sie benutzen möchtest – nicht weil du denkst, dass man sie für ein „richtiges“ Bullet Journal besitzen muss.
Wenn du heute anfangen möchtest, reichen also wirklich:

  • Journal
  • schwarzer Stift
  • optional: Bleistift Radiergummi,Lineal und ein paar Farben.

Mehr brauchst du erstmal nicht. Du musst nicht zuerst einen halben Bastelladen kaufen, bevor du deinen ersten Strich machen darfst. 😉
Fang mit dem an, was du hast.

Mit der Zeit wirst du ganz automatisch merken, welche Materialien dir Spaß machen, welche Stifte du gerne benutzt und was vielleicht nur hübsch aussieht, aber bei dir sowieso in der Schublade verstauben würde.

Dein Bullet Journal wird nicht durch dein Material zu deinem Bullet Journal – sondern durch das, was du daraus machst. ❤️

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