Tips - Washitape

Washi Tape

Washi Tape im Bullet Journal – kleines Klebeband, ziemlich viele Möglichkeiten

Wenn du dich ein bisschen in der Bullet-Journal-Welt umschaust, dauert es vermutlich nicht lange, bis dir diese kleinen bunten Klebebandrollen begegnen.

Washi Tape.

Und wenn du gerade erst mit deinem BuJo anfängst, fragst du dich vielleicht: Braucht man das wirklich? Was macht man damit eigentlich? Und warum besitzen manche Menschen davon gefühlt 847 Rollen? 😄

Die kurze Antwort: Nein, du brauchst Washi Tape nicht. Aber es macht verdammt viel Spaß.

Und nebenbei kann es sogar ziemlich praktisch sein.

Was ist Washi Tape überhaupt?

Washi Tape ist ein dünnes, dekoratives Klebeband auf Papierbasis. Es gibt es mittlerweile in praktisch jeder Farbe, Breite und jedem Muster, das man sich vorstellen kann.

Blumen, Sterne, Tiere, Punkte, Karos, Schriftzüge, Jahreszeiten, Pflanzen, Pastellfarben, Metallic – wenn du dir ein Motiv vorstellen kannst, gibt es wahrscheinlich irgendwo auch ein Washi Tape damit. 😄

Im Gegensatz zu normalem Klebeband kannst du Washi meistens einfach mit den Fingern abreißen. Außerdem lässt es sich auf vielen Papieren wieder vorsichtig ablösen und neu positionieren.

Und genau deshalb ist es fürs Bullet Journal so praktisch.

Du klebst etwas schief?

Abziehen. Neu kleben. Weiterkritzeln. ❤️

Warum benutzen so viele Washi Tape im BuJo?

Weil man damit mit unglaublich wenig Aufwand ziemlich viel verändern kann.

Du musst nicht perfekt zeichnen können. Du brauchst kein aufwendiges Seitenlayout und musst auch nicht zwanzig Minuten lang kleine Blümchen in eine Ecke malen.

Manchmal reicht ein kleiner Streifen Washi Tape und plötzlich sieht eine vorher ziemlich nackte Seite gewollt gestaltet aus.

Gerade für Anfänger finde ich das schön.

Denn am Anfang sieht man überall diese wahnsinnig aufwendig gestalteten Bullet Journals und denkt schnell, die eigenen Seiten müssten genauso aussehen.

Müssen sie nicht.

Ein bisschen Farbe, ein kleines Doodle, ein Streifen Washi – fertig.

Was kann ich mit Washi Tape machen?

Eine ganze Menge.

Du kannst damit zum Beispiel:

Seitenränder dekorieren

Überschriften hervorheben

Wochenübersichten unterteilen

Notizbereiche voneinander trennen

Bilder oder kleine Zettel einkleben

Seiten markieren

Tabs gestalten

kleine Rahmen bauen

leere Stellen füllen

Sticker und Doodles miteinander verbinden

Collagen gestalten

und natürlich kleine Katastrophen verschwinden lassen. 😄

Gerade der letzte Punkt ist nicht zu unterschätzen.

Washi Tape – oder auch: Mein kleiner Fehlerretter

Du hast dich verschrieben.

Die Linie ist schief.

Der Stift ist abgerutscht.

Ein Marker hat einen hässlichen Fleck hinterlassen.

Oder du hast etwas gezeichnet, schaust es fünf Minuten später an und denkst:

Was zur Hölle sollte das eigentlich werden?

Willkommen im Bullet Journaling. 😂

Bevor du die komplette Seite abschreibst oder dich darüber ärgerst: Schau mal, ob ein Stück Washi Tape darüber passt.

Oft kann man einen Fehler damit nicht nur verstecken, sondern daraus sogar ganz bewusst ein Gestaltungselement machen.

Washi drauf, vielleicht noch einen kleinen Sticker oder ein Doodle daneben – und plötzlich sieht es aus, als wäre das selbstverständlich von Anfang an genau so geplant gewesen.

Niemand muss wissen, was darunter passiert ist. 😌

Welche Breite brauche ich?

Washi Tape gibt es in vielen verschiedenen Breiten.

Du brauchst aber nicht von jeder Größe direkt eine ganze Sammlung.

Schmales Washi Tape eignet sich wunderbar für kleine Akzente, feine Trennlinien oder Kalender.

Mittlere Breiten sind für den Anfang besonders praktisch. Damit kannst du dekorieren, Überschriften gestalten, Bilder befestigen oder kleine Bereiche hervorheben.

Breites Washi Tape eignet sich gut für größere Flächen, Collagen, Seitenränder oder auffälligere Gestaltungselemente.

Wenn du gerade anfängst, würde ich einfach ein paar Rollen in unterschiedlichen Breiten ausprobieren.

Du merkst ziemlich schnell, welche du tatsächlich benutzt.

Muss ich direkt eine riesige Washi-Sammlung kaufen?

Nein.

Wirklich nicht. 😂

Auch wenn diese kleinen Rollen leider eine gewisse Tendenz dazu haben, sich auf mysteriöse Weise zu vermehren.

Für den Anfang reichen ein paar Tapes vollkommen aus.

Such dir lieber Farben und Muster aus, die gut miteinander harmonieren und die du wirklich magst.

Zum Beispiel:

ein schlichtes Tape,
ein florales oder gemustertes,
ein schmales Tape
und vielleicht ein etwas auffälligeres.

Damit kannst du bereits unglaublich viel machen.

Wenn du später merkst, dass du Washi liebst – keine Sorge. Die Sammlung wächst dann ganz von alleine. 😄

Washi Tape übereinander kleben – Layering

Eine meiner liebsten Möglichkeiten ist das sogenannte Layering.

Das klingt komplizierter, als es ist.

Dabei klebst du einfach verschiedene Elemente leicht übereinander.

Zum Beispiel:

Ein breiter Streifen Washi Tape.

Darüber ein kleineres Stück in einer anderen Farbe.

Darauf vielleicht ein Sticker.

Daneben ein kleines Doodle.

Fertig.

Gerade weil Washi Tape häufig etwas transparent ist, entstehen dadurch schöne Übergänge und die verschiedenen Elemente wirken, als würden sie zusammengehören.

Du musst dabei überhaupt nicht exakt arbeiten.

Ein bisschen schief, unterschiedlich lang oder leicht eingerissen kann sogar besonders schön aussehen.

Washi Tape ist nicht gleich Washi Tape

Das merkt man spätestens, wenn man mehrere verschiedene Rollen ausprobiert hat.

Manches Washi klebt wirklich hervorragend.

Anderes entscheidet nach drei Minuten offenbar selbstständig, dass es keine Lust mehr auf dein Bullet Journal hat und hebt an den Ecken wieder ab. 😂

Die Qualität kann sich ziemlich unterscheiden.

Auch das Papier deines Bullet Journals spielt dabei eine Rolle. Auf sehr glattem oder stark beschichtetem Papier halten manche Tapes schlechter.

Wenn sich die Enden immer wieder lösen, kannst du sie notfalls mit einem winzigen Klebepunkt oder etwas Kleber fixieren.

Vorsicht beim Ablösen

Washi Tape lässt sich meistens wieder ablösen.

Meistens.

Das bedeutet leider nicht, dass jedes Tape auf jedem Papier völlig problemlos wieder herunterkommt.

Besonders dünnes oder empfindliches Papier kann dabei Fasern verlieren oder sogar einreißen.

Deshalb gilt auch hier mein Lieblingssatz:

Erst hinten im BuJo testen. 😄

Kleb ein kleines Stück auf eine der letzten Seiten, lass es kurz kleben und zieh es vorsichtig wieder ab.

Dann weißt du, wie dein Papier darauf reagiert.

Und wenn du Washi wieder ablösen möchtest: langsam und möglichst flach über das Papier ziehen – nicht ruckartig nach oben reißen.

Die Transparenz gehört dazu

Viele Washi Tapes sind nicht komplett blickdicht.

Und das ist kein Qualitätsfehler.

Gerade diese leichte Transparenz macht einen Teil des typischen Washi-Looks aus.

Linien, Doodles oder Farben können darunter noch leicht sichtbar bleiben. Beim Layering entstehen dadurch besonders schöne Effekte.

Wenn du etwas vollständig verdecken möchtest – zum Beispiel einen Fehler – solltest du deshalb vorher schauen, ob dein Tape blickdicht genug ist.

Sonst hast du am Ende einen Fehler mit hübschen Blümchen darüber, den man trotzdem noch sieht. 😂

Schneiden oder reißen?

Beides!

Wenn du einen ordentlichen, geraden Look möchtest, kannst du Washi Tape mit einer Schere oder einem kleinen Schneidewerkzeug abschneiden.

Wenn es lockerer und etwas verspielter aussehen darf, kannst du es einfach mit den Fingern abreißen.

Gerissene Kanten passen besonders schön zu Collagen und gemütlich gestalteten Seiten.

Du kannst Washi übrigens auch an einem Lineal abreißen, wenn du eine etwas sauberere Kante möchtest, ohne jedes Mal die Schere hervorzuholen.

Washi Tape kann auch Ordnung schaffen

Washi ist nicht nur Dekoration.

Du kannst es richtig praktisch einsetzen.

Mit verschiedenen Farben kannst du zum Beispiel bestimmte Bereiche kennzeichnen.

Eine Farbe für Termine.

Eine für private Dinge.

Eine für Ideen.

Oder du klebst einen kleinen Streifen um die Seitenkante und baust dir damit einen Tab.

So findest du wichtige Seiten später viel schneller wieder.

Du kannst damit auch Bereiche innerhalb einer Seite optisch voneinander trennen – zum Beispiel Termine, To-dos und Notizen.

Damit wird aus dem hübschen Klebeband plötzlich ein kleines Organisationswerkzeug.

Und jetzt bitte nicht die komplette Rolle auf eine Seite kleben 😄

Washi Tape macht Spaß.

Und genau deshalb passiert am Anfang schnell Folgendes:

Washi Tape hier.

Sticker daneben.

Noch ein Washi.

Drei Doodles.

Ein Marker.

Noch ein Sticker.

Vielleicht noch ein Blümchen.

Und plötzlich sieht dein Bullet Journal aus, als wäre ein Bastelladen darin explodiert. 😂

Wenn dir genau das gefällt: wunderbar.

Wenn du aber eigentlich einen ruhigen, harmonischen Look möchtest, hilft eine einfache Regel:

Nicht jede freie Fläche muss gefüllt werden.

Probier zunächst zwei oder drei kleine Washi-Akzente auf einer Seite aus.

Du kannst später immer noch etwas hinzufügen.

Wegnehmen ist meistens schwieriger.

5 einfache Washi-Ideen für Anfänger

Du hast jetzt ein paar Rollen vor dir liegen und weißt trotzdem nicht, wo du anfangen sollst?

Dann probier diese fünf Dinge.

1. Eine Überschrift unterlegen

Kleb einen Streifen Washi Tape auf deine Seite und schreibe deine Überschrift darüber oder direkt daneben.

Schon wirkt sie wie ein bewusstes Gestaltungselement.

2. Einen Seitenrand gestalten

Ein Streifen Washi am äußeren Seitenrand kann eine komplette Seite optisch zusammenhalten.

Besonders schön funktioniert das bei Monats- oder Wochenübersichten.

3. Einen Fehler verstecken

Ja. Das zählt als Gestaltungstechnik. 😄

Washi drüber, kleines Doodle dazu – Problem erledigt.

4. Kleine Erinnerungen einkleben

Fotos, Tickets, kleine Zettel, Eintrittskarten oder andere Erinnerungen kannst du mit einem Stück Washi befestigen.

Das sieht oft viel schöner und lockerer aus als normaler Kleber.

Und dein BuJo wird dadurch gleichzeitig ein kleines Erinnerungsbuch.

5. Einen Tab basteln

Kleb ein Stück Washi so über den Seitenrand, dass ein kleiner Teil übersteht, und falte die beiden Klebeflächen aufeinander.

Schon hast du eine kleine Markierung für wichtige Seiten.

Ideal für Monatsübersichten, Tracker oder Seiten, die du häufig brauchst.

Mein Tipp für den Anfang

Kauf nicht sofort alles, was hübsch aussieht.

Ja, ich weiß.

Das ist leichter gesagt als getan. 😂

Such dir zunächst ein paar Washi Tapes aus, die farblich zu deinem Stil passen, und spiel damit herum.

Probier verschiedene Kombinationen.

Reiß sie ab.

Schneid sie gerade.

Kleb sie übereinander.

Kombiniere sie mit deinen Doodles.

Und vor allem: Mach dir keinen Kopf darüber, ob man Washi Tape „richtig“ verwendet.

Denn dafür gibt es keine Regel.

Wenn ein Stück Washi deine Seite schöner macht, dir hilft, etwas zu organisieren oder einfach nur einen völlig verhunzten Strich verschwinden lässt, hat es seinen Job bereits erledigt.

Dein BuJo. Dein Washi. Deine Regeln. ❤️

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